Traderpsychologie: Der Feind in Ihnen



Schnell Geld zu verdienen, ohne dabei ein Risiko einzugehen, wollen sicher alle. Doch auf der Suche nach dem "heiligen Gral" wird oft unterschätzt, dass Trader selbst Ihre größten Gegner sind.

Unter der Bezeichnung „Traderpsychologie“ findet man im Internet und in Lehrbüchern eine Fülle von immer wieder gleichlautenden Empfehlungen und Ratschlägen, dass ein besonderes Mindset ein ausschlaggebender Faktor für längerfristigen Erfolg im Trading bedeutet. Der Anfänger erfährt, dass die bloße Kenntnis von Handelsstrategien nicht ausreicht um ein erfolgreicher Trader zu werden, denn dazu gehören auch noch weitere grundsätzliche Verhaltensweisen die er an den Tag legen muss, damit er nicht, wie die vielen erfolglosen Trader, einfach nur viel Geld verliert. Er soll sich stur an seinen Handelsplan halten und sein Verhalten nicht von Gier oder Angst bestimmen lassen. Diese führen nur zu Verlusttrades durch Frustration.


Auf der Suche nach dem heiligen Gral


Es klingt oft leichter als es tatsächlich ist, weil hier gefordert wird seine eingeschliffenen und tief verankerten Verhaltensmuster zu ändern. Wenn das so einfach wäre, dann gäbe es kaum noch einen so großen Markt an Diätbüchern oder Sportkursen. In diesen Bereichen leben die Anbieter davon unablässig neuen Hypes nachzulaufen, die Ihren Anhängern immer wieder aufs Neue einen Traumkörper oder Abnehmen ohne Anstrengung versprechen. Im Trading werden auf der Suche nach dem „heiligen Gral“ ständig die Indikatoren, Strategien und Märkte gewechselt, mit der Hoffnung, dass es diesmal etwas wird mit dem schnellen Reichtum ohne Risiko. Den Fehler darin scheint aber kaum jemand zu erkennen, denn die Schwierigkeit besteht nicht darin zu wissen was man vernünftigerweise tun oder lassen sollte, weil man dies schnell anlesen oder sogar aus YouTube-Videos mitnehmen kann. Sondern viele scheitern daran, das Wissen dann auch konstant umzusetzen und an den Grundsätzen und Vorsätzen festzuhalten, wenn man dafür seine eigenen Widerstände überwinden muss. Es geht also um Disziplin.


Den inneren Schweinhund überwinden


Disziplin im Trading sollte eine selbstverständliche Voraussetzung sein. Der zentrale Stellenwert wird von Profis unermüdlich betont. Klar zu sehen ist, dass nur die Wenigsten damit übermäßig gesegnet sind. Wir werden im folgenden Möglichkeiten vorstellen, wie man diesbezüglich an sich arbeiten und sich weiterentwickeln kann.


Disziplin ist nicht die einzige Voraussetzung


Disziplin alleine ist natürlich wertlos, dass kann in übersteigertem Sinn sogar in Verbissenheit enden. Besser ist es Disziplin als eine Charaktereigenschaft aufzufassen, die nicht sich selbst zum Zweck hat, sondern sich in konkreten Tätigkeiten verwirklichen und unter Beweis stellen muss. Wenn es sich bei der fraglichen Tätigkeit um das Trading und die Märkte handelt dann sollte nicht übersehen werden, dass mit strenger Disziplin alleine noch kein Traderkonto in die Gewinnzone läuft. Dafür ist eine Reihe weiterer Kompetenzen auf hohem Niveau erforderlich. Diese sind aber genauso wenig naturgegeben und müssen durch Übung und Erfahrung entwickelt werden. Das kann man an mehreren Punkten festmachen. Spekulatives Trading ist die Einhaltung von Strategien und Regeln. Diese zeigen genau was man in welchen Situationen und auf welche Weise tun soll, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Trading unterscheidet sich deutlich von Zockerei (Eröffnen von Positionen nach Gefühl oder Hoffnung). Selbst bei Glücksspielen befolgen professionelle Spieler, im Unterschied zu einfachen Zockern, ebenfalls Strategien. Diese Strategien haben wie beim Trading den Zweck methodisch vorzugehen und das Risiko zu kontrollieren.


Das Verstehen einer Strategie


Diese Strategien müssen dann in Ihrer Funktionsweise und Sinnhaftigkeit verstanden werden, was oft schon anspruchsvoll genug ist. Jeder der eine Strategie einsetzt, muss als erstes nachvollziehen, warum die jeweilige Strategie existiert, warum sie so erstellt wurde und warum sie zum gewünschten Erfolg führen kann. Wenn man eine Handelsstrategie blind befolgt, weil sie von irgendjemandem angepriesen wurde, führt das oft zu einem unerfreulichen Ergebnis.


Das Anwenden einer Strategie


Nach dem Verstehen einer Strategie ist der zweite Schritt notwendig. Dann muss man diese auch auf eine spezielle Marktsituation anwenden. Die meisten Marktsituationen sind immer sehr komplex und gerade hier kommt es auf den Umgang mit dieser Komplexität und handwerklicher Präzision an.


Beurteilung einer Situation


Auf der einen Seite muss jeder Trader über die Fähigkeit verfügen, zu beurteilen, ob in der jeweiligen Situation die Bedingungen erfüllt sind um eine Strategie einzusetzen. Auf der anderen Seite ist es auch wichtig Bedingungen in einer gegebenen Marktsituation zu erkennen bei der man die Strategie nicht anwenden darf bzw. man nicht in den Markt einsteigen sollte.


Vorsprung durch Technik


Die Kompetenz welche sich auf diese drei Punkte bezieht, ist im Allgemeinen als Urteilskraft bekannt. Das ist auch der entscheidende Vorteil, den ein im Markt erfahrener Trader gegenüber dem noch so sehr in der Theorie belesenen Profi- oder Anfänger hat.

Dieses ist noch weiter potenzierbar.

Automatisierte Computer-Handelssysteme stellen eine Weiterentwicklung jeder Art von Strategie dar. Denn Aufgrund der Leistungsfähigkeit ist solch ein System im Stande eine Handelsstrategie auf unendlich viele Märkte gleichzeitig auszuweiten. Trader sind keine Computer und werden vieles nicht leisten können was mit Software-Algorithmen heutzutage schon möglich ist. Aus diesem Grund sollte man sich mit aktiven oder passiven (algorithmische Signalen) auseinandersetzen.


Die eine beste Handelsstrategie existiert nicht


„Den heiligen Gral“ oder „Die beste Strategie“ im Trading gibt es aus dem Grund nicht, weil es sich immer um eine spezifische Persönlichkeit mit Erfahrung und Kompetenz handelt. Auf die weiteren fachlichen und handwerklichen Fähigkeiten im Trading kommt es dann an, wenn zwischen kognitiven und emotionalen Fähigkeiten unterschieden wird. An dieser Stelle wollen wir Beides in den folgen Abschnitten dieses Artikels vorstellen.


Kognitive Fähigkeiten


Mit kognitiven Fähigkeiten sind die Intelligenz und das rationale Denken gemeint. Diese spielen im Trading drei wichtige Rollen. Die erste Rolle spielt die Auffassungsgabe, damit ist die Fähigkeit zur Aufnahme und Verarbeitung von Informationen gemeint. Dabei ist das analytische Denken und Handeln ein wichtiger Teil zum mathematischen Denken und die visuelle Fähigkeit Muster zu erkennen. Die zweite Rolle stellt den Umgang mit der Komplexität dar. Dazu zählt die Fähigkeit zu abstrahieren und zu verallgemeinern. Als letzte Rolle der kognitiven Fähigkeiten ist es das Wissen im Kontext und zur Reflektion zur bringen um systematisch, ganzheitlich und kritisch zu denken.


Emotionen kontrollieren


Emotionen sind speziell im Trading Euphorie, Angst, Ärger, Frust und Gier. Unter emotionalen Fähigkeiten sind dann Fähigkeiten zum Umgang mit den eigenen Emotionen gemeint. Diese sind: Wahrnehmung, Analyse und Beurteilung. Diese muss man kontrollieren und nutzbar machen für bestimmte höhere Zwecke. Sinn von Emotionen ist die Verhaltenssteuerung und gerade das ist im Trading sehr oft problematisch. Die eigene emotionale Seite tritt dem Trading-Anfänger nämlich in der Regel in Form von Zwängen oder Hemmnissen auf. An diesem Punkt muss aktiv gegengesteuert werden. Natürlich sind Emotionen nicht per se schlecht, es ist nur wichtig im Trading, wie im Leben, diese überhaupt zu kontrollieren. Emotionale Kompetenz bedeutet im wesentlichen Sinn Emotionalität in bestimmten Augenblicken nutzbar zu machen oder zu unterdrücken.


Fazit:

Der vorangegangene Artikel soll nicht abschrecken, sondern motivierend helfen die Disziplin zu stärken und die fürs Trading einschlägigen fachlichen und handwerklichen Kompetenzen durch gezielte Arbeit zu erwerben, zu entwickeln und zu vertiefen. Das Erlernen des Tradings sollte als eine Persönlichkeitsentwicklung begriffen werden. Dabei soll jedem ambitionierten Anfänger nicht verschwiegen werden, dass man durch eine harte Schule gehen muss und oft viel Lehrgeld bezahlt bis man konstant und skalierbar Gewinne machen kann.


Erfolg im Trading zeigt sich durch gute Vorbereitung und eine Gelegenheit.

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