Mathe Nerds bevorzugen den automatischen Handel und generieren Milliarden (Teil 1 von 2)



Statt Analysten stehen nun Wissenschaftler auf der Gehaltsliste der großen Fonds


Die erfolgsreichsten Investoren in Großbritannien sind Mathematiker, Kosmologen und Teilchenphysiker. Diese Menschen sind nicht neu in der Branche, sondern stehen schon lange bei Winton Capital unter Vertrag. Sie arbeiten in einer versteckten Nebenstraße im Londoner Stadtteil Hammersmith. Das Gebäude wurde 1949 gebaut und hat vier Stockwerke. Die helle Fassade lässt jedoch nicht ahnen was im Inneren geschieht.


Hightech gepaart mit hochbegabten Oxford Studenten. Diese jungen Menschen haben schon beim Teilchenbeschleuniger in Cern Partikelkollisionen analysiert oder für IBM Programme zur Gesichtserkennung entwickelt. Mit diesem Wissen suchen sie nun für Winton Capital nach Mustern an den Finanzmärkten und generieren so mit algorithmischem Handel Milliarden mit dem Einsatz von künstlicher Intelligenz.

Ein Plakat in der Eingangshalle soll im Disney-Stil die Funktionsweise von Big Data erklären. Dort zu sehen ist Aschenputtel auf der Palasttreppe wie sie vom Prinzen verfolgt wird. Die Szene ist mit vielen Zahlen verziert die das Lauftempo des Mädchens, ihre Schuhgröße, und den Herzschlag des Prinzen darstellen. Als Überschrift steht dort „Big Data analysieren – das Geheimnis, um vergnügt bis ans Ende Ihrer Tage zu leben“.



In der Zukunft sind Fondsmanager nur noch Statisten und der Computer besetzt alle Haupt- und Nebenrollen.


Es scheint wohl wie in der Sitcom „The Big Bang Theory“ zu sein. Dort banalisieren die Charaktere wichtige Dinge des Lebens mit logischen wissenschaftlichen Formeln.


„Mit einer Durchschnittsrendite von unter 13% wären wir sehr unzufrieden“ so Winton-Gründer David Harding (54)


Das große Ding des Lebens bei Winton Capital ist das Geld. Dieser Fond ist 30 Milliarden Dollar wert und hat seit 19 Jahren eine durchschnittliche Rendite von 13,7%.

Harding ist groß, schlank und Milliardär. Neben einer gerahmten Email von Warren Buffet, in der er sich für ein Buch bedankt, steht ein Regal mit dutzende von Büchern wie: „Intelligent Investor“ von Warren Buffett`s Universitätsprofessor Benjamin Graham oder einem Buch von Enigma-Code- Brecher Alan Turing.

An dieser Auswahl von Büchern erkennt man die Denkweise des Winton-Gründers. Indem er erfolgreiche Anlagestrategien von seinen Wissenschaftlern entschlüsseln lässt betreibt der Codebrecher der Märkte eine sehr profitable Wissenschaft.



Mit Buffet und Soros auf Augenhöhe


Weltweit beherrschen nur ein Dutzend diese Anlagemethodik. Dazu gehören Computerwissenschaftler wie David Shaw (65), der seit 1988 eine durchschnittliche Rendite von 13% erreicht, oder auch der Mathematiker James Simons (77) der mit seinem Medallion Fund sogar 30% Rendite pro Jahr, in den vergangenen 30 Jahren erzielt hat. Alle spielen in der Liga die von Warren Buffett (20,8% Rendite über 50 Jahre) und George Soros (auch 20% Rendite über 35 Jahre) angeführt wird.

David Harding brachte es vom Sohn eines Staatsangestellten zu Englands erfolgreichstem Geldverwalter. So ist es auch seine Art das er bei Wörtern wie: Wissenschaftler, Geschäftsmann oder Trader ruhig innehält und auf alles mit dem Satz antwortet: „Die Strenge in der Wissenschaft ist die Hauptsache.“  Darauf folgt dann ein aggressiver Monolog indem er alle, die nie an ihn geglaubt haben und gesagt haben alles sei nur Glück, dem Boden gleichmacht.

Ökonomie bezeichnet er als Pseudowissenschaft. Diese verstünde es nicht ein Instrumentarium zu entwickeln, die das strategische und emotionale Verhalten der Menschen an den Märkten analysieren kann. Durch die Bewegungen der Finanzmärkte sollte die Sozialwissenschaft zur Anwendung von Kalkulationsmethoden gezwungen werden um Modelle zu entwickeln und zu bewerten.

Harding schließt das Gespräch mit den Worten: „Der beste Test für eine Wissenschaft der Spekulation sei, ob sich damit Geld verdienen lasse.“




Die Märkte mit Methoden der Physik entschlüsseln


Schon in den 80er Jahren begannen James Simons und David Harding, nichts wissend voneinander, die Märkte mit den Methoden der Physik zu entschlüsseln.


Harding machte 1982 mit 20 Jahren seinen Abschluss in Cambridge. Er war Punk und färbte sich die Haare pink. Sein Wunsch viel Geld zu verdienen war immer schon da. Um sich bei Investmentbanken zu bewerben schnitt er sich eine Glatze. Doch die Banken zeigten kein Interesse an ihm. Am Ende landete er schließlich bei Sabre Fund. Was sich als besten Ausgangspunkt für seine Zukunft zeigen sollte.

Sabre war einer der ersten Commodity Trading Advisors (CTA) die mit Terminkontrakten auf Rohstoffe handelten. Ein großes Vorbild war Helmut Weymar, der Wetterdaten auswertete und mit Kakao-Futures ein Vermögen machte.

Dieses Model zur Analyse benutzt Winton Capital heutzutage immer noch. Harding spricht immer noch ehrfürchtig von Weymar und der Zeit: „Commodities Corporation ist der Quell aller Weisheit.“

Harding wurde später von Michael Adam abgeworben um das Zuckerhandelshaus seiner Familie nach dem Modell der Commodities Corporation umzubauen. Doch Michaels Vater glaubte nicht an die beiden und feuerte sie. Danach gründeten sie ihr eigenes Unternehmen und wussten nicht, dass sie ein Rennen mit jemandem auf der anderen Seite des Ozeans aufnahmen.


Mit Mathematik Intraday-Muster entschlüsseln


James Simons befasste sich von morgens bis abends mit Intraday-Daten und untersuchte sie um Gesetzmäßigkeiten der Trendmuster festzustellen. Nachdem Harding daran scheiterte schaffte Simons den Durchbruch. Dazu sagt Harding heute: “Ich war 25 und Simons war 50 mit einem ganzen Team für diese Aufgabe.“

Simons studierte Mathematik in Berkley und am MIT und war damit der fähigste um die Intraday-Muster zu enträtseln.

Als Sohn eines Schuhfabrikanten fing Simons 1967 als Codebrecher beim Institute for Defens Analyses an. Weil er gegen den Vietnamkrieg war, hatte man ihn gefeuert und so wurde er dann Chairman der mathematischen Fakultät von New York. 1976 erhielt er die Oswald-Veblen-Medailleder Amerikanischen Gesellschaft für Mathematik. Nachdem er in seinem Fach alles erreicht hatte wollte er endlich Geld verdienen und gründete seine Firma Renaissance Technologies.  

Mit dieser Firma schuf er dann den Grundstein für den automatischen Handel unter Anderem im Forex Trading oder Algo Trading. Algo Signale basieren auf seinem Ansatz.


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